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Kiki war eigentlich immer ein wenig schüchtern.
Doch heute sollte alles gut werden.
Doch heute würde sie sich von ihren Füßen tragen laßen,
nach draußen in die große kalte elende Welt.
Sie war so tief gestürzt, leid hatte sie getragen an diesen kalten Wintertagen.
Vielleicht, würde man jetzt vermuten lag es nur an der fehlenden Sonne.
Doch Kiki wusste woran es lag. Es war genau jenes wonach sie nun suchte,
wonach sie schon immer suchte, man nannte es auch gerne triefende Sehnsucht.
In ihrem Kopf lag ein Chaos, ein Chaos was sie verzweifelt versuchte zu ordnen.
Doch wer hatte dazu schon die Kraft wen genau eins, ein wichtiges Utensil im Leben fehlte?
Ihr Blick verfing sich in den Blättern der Bäume, die vor ihrer Haustür ihre Zeit verbrachten.
Sie strich sich einzelene Haarsträhen aus dem Gesicht und umklammerte fest ihren Schirm,
in diesen Tagen war es Nass draußen. Sie stiefelte langsam durch die Pfützen.
Doch genau heute würde sie endlich finden wonach sie schon so lange suchte.
Sie war des Wissens mächtig, dass wen sie nicht aufhören würde zu gehen und sie das schlimmste schon durchstanden hatte, würde sie es finden. Das was da fehlte.
Nix anderes als die Liebe. Jemand der sie Verstand, jemand der an ihren Intelekt stand halten konnte, ihre Ansprüche besänftigte, ja genau jemanden der anders war als der Großteil der Masse. Also eigentlich nur ihr eigener Spiegel. Kiki hatte sich viel belesen über diese Liebe. Sie wusste was zu tun war.
Doch wer sonst sollte ihr zuhören, ihre Psychologien vertraute sie kaum etwas an.
Sie würde es nicht verstehen, nicht sie. 
So stand Kiki nun da an der Haltestelle Nummer 17, ihr war nicht einmal Kalt. Die Frau neben ihr schimpfte über das Wetter, Kiki ärgerte sich sehr über solche Menschen. Diese Menschen die ihre Münder missbrauchten, die den ganzen Tag nicht ein Stücken Wesentliches aussprachen und unfähig waren zu produzieren. Wen es Sommer im Lande wird, schimpfen sie über die Hitze.
Es gab sie. Die schönen Tagen in Kikis Leben. Sie hatte jeden einzelenen Moment zu schätzen gewusst und sie wusste wie sehr sie es brauchte. Doch die Erinerrungen verblichen. Kiki erinnerte sich nur schwer an sie. Wie sollte sie nun, unter dieses Vorraussetzungen ihr Leben geniessen, wen sie nicht wusste woran sie lag und wo sie blieb, wen sie jeden Tag praktisch neu geboren wurde. Es war ein recht neues Lebensgefühl, lange nagte sie noch nicht daran.